Schon vor der Geburt des Kindes sollte der Erwerb eines Kinderwagens ins Auge gefasst werden. Für werdende Eltern sind häufig ästhetische Vorstellungen maßgeblich für die Kaufentscheidung. Angesichts dessen, dass das Gefährt für lange Zeit zum täglichen Begleiter des Säuglings wird, sollten jedoch auch Aspekte der Sicherheit sowie des (Bedienungs-) Komforts in die Überlegungen einbezogen werden.

Insbesondere bezüglich Sicherheit sollten beim Kauf eines Kinderwagens keine Abstriche gemacht werden. Geachtet werden muss zunächst auf eine Zertifizierung mit dem CE- sowie dem GS- Siegel. Diese garantieren, dass das Modell nach den Richtlinien der EU gefertigt und von unabhängigen Gutachtern als tauglich befunden wurde.

Um bei der Nutzung nicht unnötig in gefährliche Situationen zu geraten, sollte der Wagen zudem über eine sicher einrastende Feststellbremse verfügen, welche mindestens zwei Räder an einem ungewünschten Weiterrollen hindert. Eine stabile Grundkonstruktion des Kinderwagens sollte darüber hinaus selbstverständlich sein. Für den sicheren Stand ist zudem die Größe des Radabstandes von Bedeutung. Als Faustregel gilt hier, dass der Wagen umso sicherer auf der Straße liegt, je weiter sich die Räder auseinander befinden.

Für dauerhafte Freude wird ein Kinderwagen nur sorgen können, wenn er sowohl Eltern als auch dem Baby das nötige Maß an Bequemlichkeit bietet. Eine gute Federung ist daher für alle Beteiligten ebenso wünschenswert, wie die ausreichende Größe der Liegefläche des Kindes. Da eine geringe Größe des Wagens die Alltagstauglichkeit erhöhen soll, sparen viele Hersteller an dieser Stelle entscheidende Zentimeter. Dies erweist sich schnell als ausgesprochen ärgerlich, wenn dem Säugling dann schon nach wenigen Monaten nicht mehr der benötigte Platz zur Verfügung steht. Hier sollten sich Käufer im Zweifelsfalle also immer für das etwas größere Modell entscheiden.

Soll der Kinderwagen hin und wieder mit dem Auto transportiert werden, muss unbedingt die Größe des Kofferraumes bei der Kaufentscheidung Berücksichtigung finden. Manche Modelle sind auch im geklappten Zustand sehr sperrig und sprengen damit die Möglichkeiten des eigenen Fahrzeugs. Ohnehin kann das Zusammenklappen des Kinderwagens seine Tücken haben: So ist die Möglichkeit eines einfachen Zusammenfaltens des Gefährts für den unkomplizierten Transport zwar durchaus wünschenswert, mindestens genauso wichtig ist jedoch, dass das Modell so konstruiert wurde, dass ein spontanes ungewolltes Zusammenklappen in jedem Falle ausgeschlossen ist.

Viele Kinderwagen bieten die Möglichkeit, nach einem unkomplizierten Umbau auch als Buggy Verwendung finden zu können. Da dies eine Nutzung desselben über das Säuglingsalter hinaus ermöglicht, erfreuen sich diese Modelle großer Beliebtheit. Allerdings muss hier der Umstand Beachtung finden, dass reine Buggy eine deutlich geringe Größe haben, als ein wandelbarer Kinderwagen. Erster bietet daher im täglichen Gebrauch spürbare Vorteile.

Schließlich sollte vor dem Erwerb des Kinderwagens auch auf die Größe und Beschaffenheit der Räder geachtet werden. Kleine Räder verbessern zwar die Manövrierfähigkeit, werden dafür aber bei schlechter Witterung – insbesondere bei Schnee – schnell vor unüberwindbare Probleme gestellt. Reifen aus Hartgummi bewähren sich vor allem im städtischen Terrain; Räder mit Luftbereifung sind hingegen für unwegsamere Gelände besser geeignet.

Unabhängige Verbrauchertests beschäftigen sich regelmäßig mit den gängigen erhältlichen Kinderwagen-Modellen und können den werdenden Eltern, angesichts des schier unüberschaubaren Angebots, eine erste Orientierung ermöglichen. Ein letztes Wort zum Preis eines guten Kinderwagens: Achten Sie auf die oben genannten Kriterien, muss ein Kinderwagen nicht gleich 1000 Euro kosten. Informieren Sie sich ausführlich, finden Sie i.d.R. einen Kinderwagen, der ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit, Komfort, Design und Kaufpreis.


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